Danke, Katherina Reiche,
für die Gelegenheit.
Ihr Kapazitätsmarkt zahlt bis zu 3,66 Mio. € pro Megawatt an jeden, der ein neues Gaskraftwerk baut — 15 Jahre garantiert, bezahlt von allen Stromkund:innen. Wir nehmen das Angebot an. Nur nicht für die Dividende.
Ein Förderprogramm, gebaut für Konzerne
Seit dem 22. Juli 2026 ist das StromVKG Gesetz. Am 8. September startet die erste Ausschreibung. Das Geld fließt an fast jeden mit genug Kapital — nur nicht an Batteriespeicher.
Batteriespeicher und Biomethan sind von den lukrativsten Segmenten der Ausschreibung strukturell ausgeschlossen — die sogenannte „10+1-Regel“. Der Speicherverband BVES hat deshalb Beschwerde bei der EU-Kommission eingelegt: fehlende Technologieoffenheit, fehlender Wettbewerb, fehlende Berücksichtigung genau der Flexibilität, die eine Energiewende mit mehr PV und Wind eigentlich braucht.
Das Ergebnis: Große Energiekonzerne bauen neue, hochsubventionierte Gaskraftwerke und verbuchen die Kapazitätszahlung als Gewinn. Der Netzausbau für mehr Solarstrom bleibt das Problem von jemand anderem.
Dieselbe Förderung. Ein anderer Zweck.
Gegenkraftwerk ist der Versuch, dieselbe Fördermechanik zu nutzen, ohne dabei ihr Zweck zu werden. Mitstreiter:innen stellen jeweils einen eigenen, containerisierten 1-MW-Gasgenerator auf und nehmen an derselben StromVKG-Ausschreibung teil wie die großen Versorger.
Der Unterschied: Wir deckeln unsere eigene Rendite bewusst im einstelligen Bereich. Alles, was darüber hinaus an Kapazitätserlösen reinkommt, fließt in netz- und verbrauchsdienliche Batteriespeicher an genau den Standorten, wo sie mehr Solar- und Windstrom ins Netz bringen — nicht in eine Bilanz, aus der am Ende eine Dividende wird.
Konkret: Jede Einheit kombiniert einen 1-MW-Gascontainer mit rund 5 MWh Batteriespeicher am selben Standort. Der Generator amortisiert sich über die Kapazitätszahlung in etwa 3–4 Jahren — der Rest der 15-jährigen Förderlaufzeit finanziert die Batterie mit.
Kein Almosen, kein Verein: eine reguläre, wirtschaftlich tragfähige Beteiligung — nur mit einem anderen Ziel für den Überschuss.
Zwei Wege, dieselbe Förderung zu nutzen
- Eigenrendite
- Marktüblich, zweistellig angestrebt
- Überschuss
- Dividende, Aktienrückkauf
- Speicherausbau
- 0 €
- Anlagengröße
- Zentral, hunderte MW
- Batterie
- 0 MWh
- Eigenrendite
- Einstellig, gedeckelt
- Überschuss
- Netz-/verbrauchsdienliche Batterien
- Speicherausbau
- Der eigentliche Zweck
- Anlagengröße
- Dezentral, 1 MW pro Standort
- Batterie
- ≈ 5 MWh pro Einheit
Der Generator kostet, mit Mengenrabatt bei gemeinsamer Beschaffung, grob 570.000–700.000 € und amortisiert sich über die Kapazitätszahlung in etwa 3–4 Jahren. Der Rest der Förderlaufzeit finanziert rund 5 MWh Batterie (≈ 2 Mio. €) dazu — inklusive Puffer für Netzanschluss, Wechselrichter und Sicherheiten. Alles danach ist der Teil, über den wir gemeinsam entscheiden.
Kapital, Standort oder beides
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Betriebe mit bestehendem Netzanschluss Ihr habt schon ~1 MW Anschlussleistung und Platz für Generator plus Batterie (ca. 1–2 Standardcontainer)? Genau danach suchen wir zuerst.
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Kapital, das lieber wirkt als nur wächst Einstellige, planbare Rendite reicht — wenn der Überschuss tatsächlich Netzstabilität und PV-Ausbau finanziert.
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Technisches Know-how Anlagenplanung, Netzanschlussverfahren, Ausschreibungslogik, Monitoring — jede Erfahrung hilft beim Start.
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Bundesweit, vorerst ohne Regionsgrenze Für gemeinsame Gebote müssen Anlagen später in derselben Regelzone liegen — das sortieren wir, sobald wir wissen, wer alles mitmacht.
Noch kein Formular. Erstmal ein Anfang.
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